Urlaubsvertretung in der Informationsgesellschaft

Niemals lernt ein Chef so viel über sein Unternehmen, wie wenn er selbst den einen oder anderen Mitarbeiter vertritt. Heute also mal Vertrieb. Die Unwetter der letzten Tage haben die Telefonanlagen diverser Kunden ‚getroffen‘ – schneller Ersatz ist erforderlich. Das heißt zunächst: Arbeitsfähigkeit bei den Kunden herstellen. Heißt auch: Der technische Service rotiert und sorgt dafür, dass die schlimmsten Schäden beseitigt werden.

Gleichzeitig gilt es, quasi ‚in Serie‘ Angebote für die Reparatur bzw. den Ersatz zu erstellen. Leider ist der Vertrieb Urlaubs- und Krankheits-‚geschwächt‘. Kein Problem – mach ich halt mal einen Vertriebsjob. Die Vorgangssteuerung klappt gut, wir behalten den Überblick. Aufwändiger wird es bei der Angebotserstellung – zuviel ‚Zusammensuchen‘, zuviele Nachfragen: besteht ein Service- oder Leasingvertrag, welche Konstellation wurde ursprünglich angeboten, wird jetzt etwas anderes gewünscht, welche Änderungen gibt es inzwischen bei den Einkaufspreisen. Spruch des Tages: „Wenn Teleport wüsste, was Teleport weiss…“. Einfach noch zuviel Kleinstaaterei, zuviel verteilte Informationen ohne dass Zusammenhänge deutlich gemacht werden – mein Gefühl ist ‚jemand raubt mir unnötigerweise Lebenszeit‘. Es wird dann heute auch etwas später und das Gefühl bleibt: das wäre eigentlich nicht nötig gewesen…

Am Ende des Tages liegen allerdings dann nicht nur die Angebote auf dem Tisch bzw. im E-Mail Postfach der Kunden, sondern auch eine Menge Ideen, wie es schneller und besser gehen kann.