Strategie-Update

Halle / Barleben, 31.7.2015

Immer, wenn alle Mitarbeiter zu einem Meeting mit der Geschäftsführung zusammengerufen werden, köchelt die Gerüchteküche. Glücklicherweise ist es nur ein ‚Update‘, also die jährliche Wiederholung des ‚Woher-Wohin‘ des Unternehmens, ein Rest von Spannung bleibt jedoch immer.

Nach einem Briefing der erweiterten Geschäftsführung dann die Präsentation mit Rückblick auf die vergangenen 12 Monate. Nur kurz zu unserem Umfeld: als ITK Unternehmen erleben wir im IT und im TK-Markt sehr unterschiedliche Entwicklungen. Die Preise im TK-Markt kennen (leider) nur eine Richtung – seit Jahrzehnten fallen diese um jährlich 3%. Damit wird das ‚Rudern gegen den Strom‘ zur Überlebensfrage; nur mit Neukunden lässt sich hier ein Wachstum generieren. Anders der IT-Markt: steigende Nachfrage und weniger Preisdruck.

Allerdings ist das unseren Mitarbeitern altbekannt. Aber nun folgen deutliche Worte: dass wir im IT-Markt deutlich mehr wollten und wollen. Dass der vertriebliche Fokus und die Qualifikation nicht da sind, wo sie sein sollten – trotz Schulung und großer Kundenaktion. Dass es Scheu gibt, sich dem Neuen zu stellen und altbekannte Lösungen vorgezogen werden. Dass es nicht genug Drang zum ‚wissen-wollen‘ gibt, um neue Lösungen sicher anzubieten. Dass noch nicht alle Mitarbeiter verstanden haben, dass von der erfolgreichen Orientierung auf cloud-basierte Lösungen langfristig die Existenz des Unternehmens abhängen wird.

Wichtig aber auch: wir sagen das nicht, weil es dem Unternehmen schlecht geht – im Gegenteil. Allerdings ist Selbstzufriedenheit und ‚Weiter-so‘ der sichere Weg in die Bedeutungslosigkeit – also gilt es, uns deutlich zu positionieren. Mit klaren Botschaften:

TELEPORT – Die Informationsgesellschaft

Die älteren erinnern sich – da stand früher mal ‚Die Telefongesellschaft‘. Aber welche Existenzberechtigung wird es in fünf oder zehn Jahren für das gute alte Telefon noch geben? Wir erinnern uns: vor 30 Jahren waren noch 80% aller Kommunikationsverbindungen analoge Telefonie, der Rest digitale Telefonie. Vor 20 Jahren hatte sich dieses Verhältnis umgekehrt. Schon vor 15 Jahren fand die Hälfte aller Kommunikation über das Internet statt – seit ca. zehn Jahren sind es mehr als 97%.

TELEPORT – Das Systemhaus für den digitalen Wandel

Auch wenn er harmlos daherkommt – mit diesem Spruch verbinden sich die meisten Veränderungen. Systemhaus bedeutet, deutlich mehr ganzheitliche Lösungen zu liefern. Wohl gesprochen, aber was bedeutet das? Zum Beispiel auch komplexere Vertriebsprojekte und längere Akquisitionszeiten. Zum Vergleich: beim Vertrieb eines einfachen ITK-Anschlusses erhalten wir Stand heute nach vier Wochen ein Ergebnis.

Und was sagen die Mitarbeiter? Nun ja, da gibt es zunächst in Halle noch diejenigen, die sehr an der Marke ‚TSA‘ hängen. Bei allem rationalen Verstehen: ein wenig Wehmut schwingt hier doch mit. Ansonsten – wenig überraschend – eine Mischung aus Aufgeschlossenheit und Skepsis. Der Wunsch nach Kommunikation und ‚mitgenommen zu werden‘ – gerne!