Rückblick auf die #DPK17

Unter dem Slogan „Smart World“ fand in der vergangen Woche die diesjährige deutsche Microsoft-Partnerkonferenz statt. Als größtes Landesevent kamen in diesem Jahr mehr als 2.100 Teilnehmer auf dem Gelände der Leipziger Messe zusammen – ein neuer Teilnehmerrekord.

TELEPORT zeichnet Vertrag für die Microsoft Cloud Deutschland

Halle/Barleben, 21.09.2016 – Als einer der ersten Microsoft Partner hat TELEPORT Verträge für Azure Deutschland der Microsoft Cloud Deutschland abgeschlossen.
Neben bereits bestehenden Angeboten aus europäischen Rechenzentren können damit nun auch auf Microsoft Azure basierende Clouddienstleistungen der TELEPORT aus deutschen Rechenzentren angeboten werden. Durch die Verteilung der Microsoft Cloud Deutschland auf zwei lokal getrennte Rechenzentren sind auch hier georedundante Angebote möglich, ohne das Land verlassen zu müssen.

„TELEPORT wird damit Kundenanforderungen nach Serverstandort Deutschland gerecht. Wir freuen uns, nun endlich bewährte Technologien aus der hochverfügbaren Azure Cloud aus Deutschland heraus anbieten zu können. Als in Sachsen-Anhalt verwurzeltes Unternehmen erfreut es uns natürlich besonders, einen der Standorte direkt im Land zu haben.“

Weiterführende Informationen:

„Sag’s uns einfach“ steigert die Wettbewerbsfähigkeit von Kommunen…

… im ländlichen Raum.

Die Online-Plattform zum Ideen- und Beschwerdemanagement ist hierbei ein wichtiges Werkzeug an der Schnittstelle Bürger/Kommune und bietet „… vor dem Hintergrund der Folgen des demografischen Wandels, vor allem der schrumpfenden Bevölkerung, … für den ländlichen Raum zahlreiche Chancen zur Steigerung der Lebensqualität sowie der Wettbewerbsfähigkeit“.

Zu diesem Ergebnis kommt der Artikel „Megatrend Digitalisierung – Die digitale Kommune“ der aktuellen Ausgabe der Avavcon kommunal.info.

Weitere Informationen:

Kleine digitale Wunder – Versuch eines IT-politischen Jahresrückblickes

Es ist Vorweihnachtszeit; Zeit der kleinen Wunder und der Rückblicke auf dieselben – denn deren hatten wir in diesem Jahr doch Einige.

Ziemlich genau vor einem Jahr war die Frage, ob sich das Land Sachsen-Anhalt überhaupt an der CeBIT 2015 beteiligen würde, mangels politischen Interesses noch immer nicht entschieden – diese Entscheidung fiel erst genau vor Weihnachten – glücklicherweise in positiver Richtung. Durch das Miteinander von Finanzministerium, IMG und IT-Verband konnte ein neues Konzept mit großer Resonanz und außergewöhnlicher medialer Beachtung umgesetzt werden. Noch besser: bereits im Mai 2015 konnten Unternehmen sich für die Teilnahme an der CeBIT 2016 entscheiden und anmelden – für sachsen-anhaltinische Verhältnisse einfach sensationell!

Parallel zur Vorbereitung der CeBIT startete der Branchenverband VITM seinen Vorstoß zu einer Digitalen Agenda für Sachsen-Anhalt. Nachdem sich dieses Thema – u.a. durch den Erfolg der CeBIT-Aktivitäten – in der landesweiten Wahrnehmung immer stärker etablieren konnte, wurde auf einem gemeinsamen Parlamentarischen Abend unter Beisein nahezu aller Fraktionsvorsitzenden der Grundstein dafür gelegt, dass das Thema Digitalisierung in den Wahlprogrammen der wichtigsten Parteien nachhaltig verankert wurde. Trotz Wahlkampf ist es gelungen, neben den Wählerstimmen auch die Wertschöpfung im Breitbandausbau zu positionieren und deutliches Interesse auf dieses für die wirtschaftliche Entwicklung der sachsen-anhaltinischen Unternehmen so wichtige Thema zu lenken.

Ein weiteres kleines Wunder fand im Stillen statt. Noch vor einem Jahr hätte niemand auf den Erhalt der Informatik-Ausbildung in der Martin-Luther-Universität Halle wetten mögen. Ende September eine kleine aber feine Randnotiz: Prof. Dr. Wolf Zimmermann vom Institut für Informatik wird zum Prorektor für Lehre gewählt. Auch wenn es keine offizielle ‚Entwarnung‘ gab: Schließungskandidaten werden wohl eher selten auf solche Positionen berufen.

Ein Weihnachtswunder, auf das wir noch über Weihnachten hinaus warten müssen, hatte uns das Jahr 2015 über beschäftigt: das Land Sachsen-Anhalt beabsichtigt nach wie vor, alle Lehrer und Schüler des Landes mit Office365 Lizenzen auszustatten. Nach erheblichen Diskussionen im Landtag und dessen Gremien gibt es heute keinen Zweifel mehr an der politischen Mehrheit für dieses Ansinnen – der Umsetzung des politischen Auftrages durch das Finanzministerium und das Kultusministerium blicken wir mit Spannung entgegen.

Ironischer Nebenaspekt: die Forderung, alle Daten für eine solche Schulcloud müssten unbedingt in Sachsen-Anhalt verbleiben, konnten durch die ‚Deutsche Cloud‘ von T-Systems und Microsoft in Biere/Sachsen-Anhalt vor wenigen Tagen eindrucksvoll erfüllt werden – auch ein kleines digitales Wunder.

Bildquelle: Entworfen durch Freepik

Angekündigter Tod eines (analogen) Urlaubskalenders

Er war vielleicht DER, mit Sicherheit jedoch ein Stein des Anstoßes – der Urlaubskalender. Eine Tafel an zentraler Stelle – gepflegt von der Personalabeilung. Eigentlich viel Transparenz, eigentlich ein schneller Überblick im Mikrokosmos eines Standortes. Eigentlich – jedoch nur, wenn man vor Ort war.

Andererseits: das Bedürfnis, an zentraler Stelle im einfachen Überblick wesentliche Informationen anzeigen bzw. erfassen zu können, war und ist verständlich. Daher entstand der Plan, auch dieses Thema digital zu lösen.

Und so funktioniert’s: Auf derzeit vier Infotafeln verteilt in den Standorten wird eine Seite angezeigt, die alle relevanten Informationen zusammenzieht. Derzeit ist das die aktuellen Urlaubssituation, die Termine in den Besprechungsräumen, aktuelle Statusinformationen wie z.B. Störungen oder geplante Wartungsarbeiten und Unternehmens-News, wie z.B. neue Mitarbeiter, neue Kunden oder neue Produkte und Projekte.

OpenData Projekte „auf Knopfdruck“ mit dem CKAN-Image von TELEPORT im Azure Marketplace

Wem gehören eigentlich Daten der öffentlichen Verwaltung? Eine Antwort wäre: dem, der deren Erhebung bezahlt hat – also dem Steuerzahler. Eine andere Antwort wäre: dem, der etwas Sinnvolles für die Allgemeinheit daraus erzeugen kann. Eine allgemeine Antwort soll unter dem Begriff Open Data gegeben werden. Open Data bedeutet die freie Verfügbar- und Nutzbarkeit von – meist öffentlichen – Daten. Die Forderung danach beruht auf der Annahme, dass vorteilhafte Entwicklungen unterstützt werden wie Open Government, wenn adressatengerecht und benutzerfreundlich aufbereitete Informationen öffentlich zugänglich gemacht werden und damit mehr Transparenz und Zusammenarbeit ermöglichen.

Digitalisierung und Außenwirtschaft – eine Moderation

Die Außenwirtschaft Sachsen-Anhalt trifft sich an ehrwürdigem Ort in der Leopoldina zu Halle/S. Schwerpunktthema diesmal Digitalisierung – schonmal gut. Presse und Fernsehen berichten, z.B. von der Leidensgeschichte eines Unternehmens aus der Altmark). Darüber hinaus ist die Resonanz mit ca. 150 Unternehmen ziemlich gut – offenbar interessiert’s doch ein wenig.

Zunächst bittet der Minister zur Pressekonferenz, sein Thema ist eher „die Rolle der Bedeutung“ – zur Digitalisierung wenig Erhellendes. Die ebenfalls geladene Präsidentin der IHK Halle/Dessau, Carola Schaar, wird da schon sehr viel deutlicher und fordert den schnellen Breitbandausbau.

Die Präsidentin der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau, Carola Schaar, hat einen schnellen Ausbau von Breitbandinternet angemahnt. Sachsen-Anhalt drohe, den Anschluss zu verlieren, sagte Schaar am Montag beim Außenwirtschaftstag in Halle. Die Landesregierung müsse ihre Zusage zur flächendeckenden Versorgung bis 2018 mit mindestens 50-Megabit-Leitungen halten, forderte sie. Aus Sicht von IT-Unternehmer sei diese Bandbreite schon fast zu wenig. (dpa)

Nach den Grußworten folgt eine Podiumsdiskussion. Auf der Bühne Unternehmerinnen und Unternehmen, die im Außenhandel erfolgreich sind: u.a. eine Herstellerin von Spezialfolien, Forschungsdienstleister, ein Importeur von Garten- und Freizeitmöbeln, ein Hersteller von innovativen Transfektionsmittel für Oligonukleotide (was auch immer das ist). Viel Hin und Her zum Thema Außenwirtschaft – leider nichts zum Thema Digitalisierung. Also stelle ich mal die Zuschauerfrage: „Was möchten Sie im nächsten Jahr als Folge eigener Digitalisierungsprojekte anders bzw. besser und effektiver machen als Sie es heute tun?“.

Betroffenes Schweigen – was folgt, ist eher ernüchternd. Hier ein bisschen Webseiten optimieren, da ein bisschen ’neuen Server kaufen‘ – bei der Frage nach der Sicherheit lautet eine Antwort ‚man muss ja die Probleme nicht herbeireden‘. Der Sicherheitsexperte einige Stühle weiter windet sich in Qualen.

Dann das Fachforum. Dankenswerterweise überlässt man die Gestaltung des Themas dem IT Fachverband VITM. Referenten sind folglich vorrangig IT-Unternehmer und solche Unternehmer, die IT intensiv für ihre Außenhandelsaktivitäten nutzen. Leider ist die zur Verfügung gestellte Zeit extrem eng – nur zehn Minuten je Referent (ich bin mir sicher, jeder könnte spannend eine Stunde erzählen). Ich darf moderieren, fühle mich allerdings angesichts des nachfolgenden Experten-Stafette eher wie die „Rennleitung“ mit der Hand an der Stoppuhr. Aber der Reihe nach:

Nach einer Einführung zunächst von mir einige Ausführungen zum Thema ‚Internet-basiertes Marketing‘. Am Beispiel „Ich habe in der letzten Woche eine Projektanfrage aus Kanada erhalten – hätte ich diese voraussehen können?“ wird auf der TELEPORT Website eine Nutzungsanalyse gezeigt. Geografisch zugeordnete Zugriffszahlen und Nutzerflussanalyse werden visualisiert und siehe da – man hätte es erkennen können. Dazu wird gezeigt, wie man die Wirkung einer Messe oder einer Werbekampagne feststellen kann und mit PowerBI (Business Intelligence) bleibt auch die Frage nicht unbeantwortet „der Kunde steht vor der virtuellen Tür – was nun?“.

Überleitung zu Daniel Anderson von 3DLogics – er zeigt, wie man mit handelsüblichen Tablets (ja, die werden tatsächlich im Saal rumgereicht) virtuelle Produkte in einer realen Umgebung darstellen kann. Einfach nachvollziehbares Beispiel: eine Baustelle, auf die man das 3D-Bild (s)eines künftigen Einfamilienhauses projiziert und schon mal schauen kann, wie es hinterher aussieht und ob es gefällt.

Weiter gehts zu Prof. Thomas Leich von METOP, der einige internationale Digitalisierungsprojekte für große deutsche Unternehmen verantwortet hat und ein wenig „aus dem Nähkästchen“ plaudert. Wie läuft das, was kann schiefgehen, worauf muss man achten usw..

In der Praxis macht sich die Firma H&B Omega derzeit auf den Digitalisierungs-Weg – Projektleiter Olaf Thron erklärt, warum und mit welchen Ansprüchen und Zielen.

Der Staffelstab wir übernommen von Andreas Berkau von der CITIM. „3D Drucken statt liefern?“ ist für ihn keine Frage mehr. Als Spezialist für 3D-Druck schafft er Lösungen, die es zum Beispiel der Formel1 ermöglichen, Ersatzteile nicht mehr liefern zu lassen, sondern schlicht zu ‚drucken‘ – ja, das geht auch schon mit Metallteilen!

Schlussendlich noch die Frage nach der Sicherheit – Pierre Tempel von netphase Ltd. zeigt mit einem eindrucksvollen „Live-Hack“ wirklich gruselige Sorglosigkeit bei Computernutzern weltweit und regt zum intensiven Nachdenken an.

Eine zeitlich gedrängter intensiver Gewaltmarsch durch ein Gewitter von fachlichen Anregungen hinterlässt in einem ziemlich vollen Saal eine Mischung aus Begeisterung und Nachdenklichkeit – gern mehr von solchen Veranstaltungen. Ich bedanke mich bei den Experten und Praktikern, die sich nicht zu schade waren, für jeweils konzentrierte zehn Minuten nach Halle zu kommen. Übrigens, einhellige Meinung unter den IT-Spezialisten: wir arbeiten gern für sachsen-anhaltinische Firmen, nur sie müssten beim Thema Digitalisierung mal ‚den Stöpsel ziehen‘, sonst sind die knappen Ressourcen außerhalb von Sachsen-Anhalt verkauft – dort nimmt man sie gern.